Scheibenaddierer Metall

Bei Scheibenaddierern sind die Zählscheiben i.d.R. nebeneinander, auf gleicher Ebene angeordnet; Zehnerübertrag meist per Zahnrad. Eingabe durch Drehen per Stift.

(xx... Hinweis auf Pascal ... xx)

In dieser Rubrik sind nur Scheibenaddierer aus Metall aufgeführt, bei denen 3 oder mehr Scheiben nebeneinander angeordnet sind. Andere Scheibenaddierer siehe Scheibenaddierer Spezial oder Scheibenaddierer Kunststoff.

Nur einige Scheibenaddierer verfügen über eine Löscheinrichtung. Mit einigen der hier gezeigten Scheibenaddierer kann auch subtrahiert werden. 

In den USA waren diese relativ großen, aufwändigen und teuren Addierer weitaus verbreiteter als die Jackentaschen-geeigneten, deutlich günstigeren und genauso funktionalen Zahlenschieber, die sich z.B. in D durchgesetzt hatten.

Link: Der Zehnerübertrag in Scheibenaddierern von Detlev Bölter

Addometer (Modelle B, C und F)

hergestellt von Reliable Typewriter & Adding Machines Co, Chicago, USA

produziert von 1928 bis ca. 1950 (Mod. F bis 1971)

8x8 Stellen; 29x6x1,4 cm; 420-435 gr.

Preis 1935: 7,50 US$; 1946-49: 12,95 US$

Modell B (1. Foto oben): 8 Scheiben dezimal (metrisch)

Modell C (1. Foto unten): 6 Scheiben dezimal, 1 Scheibe 1-12, 1 Scheibe Achtel-Teilung (für Zoll und Achtel-Zoll)

Modell F (Fotos 2. Zeile): 4 Scheiben dezimal (für Pfund), 2 Scheiben für Schilling (die rechte dezimal, die linke zeigt im Ergebnis nur 0 und 1; Zehnerübertrag erfolgt nach jeder geraden Zahl, eben bei 20 Schillings = 1 Pfund), 1 Scheibe 1-12 und 1 Scheibe Viertel-Teilung (für Pence); in Klappbox, mit Anleitung.

Mit Zuglöschung; direkte Subtraktion; Resultatanzeige innerhalb des Drehrads unter der Drehachse; mit Stift - Stiftehalterung im Gehäuseinneren (Loch an der Seite rechts); mit Lineal (meist Inch).

Das Modell F für brit. Währung wurde sogar bis 1971 produziert; bei ihm wurde der Hersteller-Name ausgefräst und durch "Taylor's 74. Chancery Lane.London." erstetz.

Das Modell A hatte 7 Scheiben dezimal + 1 Scheibe Achtel-Teilung. 

Der Addometer war seinerzeit sehr verbreitet und ist bei Sammlern sehr häufig.

Link: Addometer (Bölter); Innenansicht

Literatur: Russo S.18

Bair Fulton Arithmetician Calculator No. 6

Optisch eine Scheibenaddiermaschine, aber ohne automatischen Zehnerübertrag. Deshalb bei Addierern mit Funktion wie Zahlenschieber einsortiert.

Calculator (The Calculator)

hergestellt von The Calculator Corp., Grand Rapids, Mich., USA , Inh.: Bonham & Schram

produziert etwa von 1907 bis 1915 (hier gibt es unterschiedliche Angaben, Patent 1907 von Bonham und Schram, Werbung von 1915)

7x7 Stellen; 27x5,5x0,7 cm ohne, 30x8x5,5 cm mit Sockel;
310 gr. ohne, 840 gr. mit Sockel; Preis 1915: 7,50 US$; mit Anleitung.

Nur Addition; Resultatanzeige im Drehrad (je nach Ziffer versetzt und schwer ablesbar); keine Löscheinrichtung; Stiftehalterung im Holzsockel.

Aus dem The Calculator ist der Lightning Calculator (s.u.) und später die Lightning Adding Machine (s.u.) hervorgegangen.

Martin irrt offenbar, dass Maschinen mit Sockel Pangborn Adding Machine, die ohne The Calculator genannt wurden. Auch ist The Calculator offensichtlich nicht mit dem Calcumeter identisch.

Link: The Calculator (Bölter)

Literatur: Martin S. 212f; Russo S.47

Calcumeter (The Standard Desk Calcumeter)

hergestellt von Herbert North Morse, Trenton, New Jersey, USA

produziert von 1901 bis ca. 1910 als The Calcumeter (ohne Löschrad), ab ca. 1910 bis ca. 1915 als The Standard Desk Calcumeter (mit Löschrad); Patentiert am 17.12.1901 

a) 6x6 Stellen; 19x5x1,7 cm; 450 gr.; Seriennr. 20609; Baujahr ca. 1906

b) 6x6 Stellen plus Löschrad; 22,3x5x1,8 cm; 590 gr.; Seriennr. 45336; Baujahr ca. 1910

c) 8x8 Stellen plus Löschrad; 28,3x5x1,8 cm; 737 gr.; Seriennr. 41230; Baujahr ca. 1910

Nur Addition; Resultatanzeige jeweils links neben Drehrad; schräg aufstellbar. Technisch der Pascaline sehr ähnlich.

The Calcumeter war der erste einer Reihe von Scheibenaddierern, wie sie besonders in den USA hergestellt wurden (vgl. Lightning, Addometer, Ray, Smallwood und The Calculator).

Im Vergleich zu den anderen Scheibenaddieren aus den USA sehr massiv. 1907 waren gemäß Werbung bereits über 25.000 St. verkauft. Den Calcumeter gab es 6 bis 9 stellig. Der Standard Desk Calcumeter wurde mit 5 bis 12 Stellen in insg. 29 Varianten angeboten. Er wurde ab 1912 auch in D angeboten, nach Martin war "der Absatz aber ein minimaler". Nicht auszuschließen also, dass durch Sammler mehr Calcumeter nach D kamen als seinerzeit im regulären Verkauf.

Link: Calcumeter (Bölter); Innenansicht

Literatur: Martin S.139f; Russo S.47

Champion Computer

baugleich mit Lightning Calculator; Beschreibung und Fotos siehe dort.

Conto Modelle A, B und C

hergestellt ab ca. 1906 von J. Aumund, Zürich, ab 1912 bis Mitte 1920er von Carl Landolt, Thalwil bei Zürich, danach bis Mitte der 1930er von Alfred Müller (Prägung auf Conto C SN 6518: Alfr. Müller vorm. C. Landolt), ebenfalls Thalwil bei Zürich, Schweiz

Johannes Aumund reichte zusammen mit Karl Karasek 1905 und 1906 die Patente zum Conto A ein (Patent CH 33474 + 38362). 1913 folgte Patent CH 60809 (mit Löschung des Resultatwerkes), eingereicht von Carl Landolt aus Thalwil bei Zürich, der 1912 die Produktion der Conto übernahm. Deshalb findet sich in der Literatur oft 1912 als Beginn der Conto-Fertigung. 

Ziemlich seltener, schwerer und robuster Scheibenaddierer mit ungewöhnlicher Eingabe per Finger über Drehzeiger (vgl. Saxonia); es erfolgt instantan die Addition mit ggf. 10er-Übertrag. 

Evolution der Modelle:

Conto A: Resultatanzeige in Schauloch links oben neben der jeweiligen Einstellscheibe, Eingabekontrolle via Zeigerstellung, Löschung der Drehzeiger per sichelförmigem Schieber oben links. Noch ohne Löschung des Ergebniswerkes.

Conto BResultatanzeige in Schauloch links oben neben der jeweiligen Einstellscheibe, Eingabekontrolle via Zeigerstellung und Schauloch unterhalb Einstellscheibe, Löschung der Eingabe-Drehzeiger per sichelförmigem Schieber oben links (nach links ziehen), Löschung des Resultatwerkes durch Ziehen eben dieses Schiebers nach rechts. 

Conto C: Resultatanzeige in Schauloch mittig oberhalb der Einstellscheibe (dadurch besser ablesbar), Eingabekontrolle via Zeigerstellung und Schauloch unterhalb Einstellscheibe, Löschung der Eingabe-Drehzeiger per sichelförmigem Schieber oben links, Löschung des Resultatwerkes durch Betätigen des neuen Löschschiebers (direkt neben Logo).

Modelle B+C hatten wegen Eingabekontrolle und Resultat-Löschwerk eine deutlich größere Bauhöhe als Modell A; C war pultförmig bzw. schräg gestellt. Die Dimensionen des Einstell- und Rechenwerkes (d.h. Abstände der einzelnen Einstellscheiben) sind bei allen 3 Modellen gleich. 

 

Den Conto Addierer gab es 6, 8, 10 und 11 stellig, den für alte brit. Währung 9 und 10 stellig. Der 8-stellige war wohl am häufigsten.

 

Link: Carl Landoltwww.rechenwerkzeug.de/Conto.htm

Literatur: Martin S. 290. Er schreibt 1926: Anscheinend ruht die Fabrikation. Er gibt 1912 als Startjahr für die Conto an, was sich aber nur auf die Firmengründung bzw. -übernahme durch C. Landolt bezog. Aumund produzierte mind. seit 1906 bereits Conto A Modelle. Bis in die 1930er wurden noch einige Conto dann offenbar von Alfred Müller produziert. 

Conto A (8 Stellen)

hergestellt von J. Aumund, Zürich, Schweiz

produziert ab ca. 1906 bis etwa 1912

8x8 Stellen, 31x5x3 cm, 1,09 kg

Seriennummer: 209; Baujahr um 1910

Manche Conto A sind mit J.Aumund, andere bereits mit C.Landolt beschriftet.

Löschung der Drehzeiger per sichelförmigem Schieber oben links. Noch ohne Löschung des Ergebniswerkes (Conto B+C mit Löschung).

Conto B (10 Stellen)

hergestellt von Carl Landolt (?, ohne entspr. Beschriftung), Thalwil, Schweiz

produziert von 1912 bis Ende der 1920er

10x10 Stellen, 41,2x5,3x5 cm, 2,03 kg

Seriennummer: 6119, d.h. sehr spätes Modell mit Baujahr Anfang 1920er (vgl. meine Conto C); oder falls getrennte Seriennummerierung Baujahr 1910er

Conto C (10 Stellen)

hergestellt von Carl Landolt, Thalwil, Schweiz

produziert von 1922 bis Mitte der 1930er 

10x10 Stellen, 41,3x7x4,5 cm, 2,54 kg (3 kg mit Kiste)

Seriennummer: 6306; Baujahr vor/um 1925; Preis 1932: 420 SFr.

Exakta

hergestellt von HB Produkter, Skellefteå ND, Schweden

produziert in den 1950ern (gemäß Bölter "in kleiner Stückzahl von 1950-1960")

6 Stellen; 24,5x7,5,x2 cm; 500 gr.

Mit Zuglöschung; direkte Subtraktion; Resultatanzeige innerhalb des Drehrads; Stiftehalterung am Gehäuse; mit Stoffetui und Stift (Original?); leichtgängig.

Sehr selten. Kaum Informationen verfügbar; nicht in Schranz enthalten.

Link: Exakta (Bölter)

Ken+Add

hergestellt von Ken+Add Machines Co., St. Paul, Minn., USA

produziert in den 1950ern

4 Stellen; 13x6,5x1,2 cm; 150 gr.; Preis (1950): 6,95 US$

Nur Addition; Resultatanzeige oberhalb Drehrad; keine Löscheinrichtung; Stiftehalterung im Gehäuse oben.

Sehr handlich in edlem Metall-Etui integriert; wird auf den beiliegenden Prospekten mit Convenient Purse Size Adding Machine, The Pocket Size Adding Machine und The Convenient Pocket-Size Precision Built Adding Machine beworben.

Hier erstes Modell mit flachem Stift aus Blech und Magic Slate im Deckel: "magische", beliebig oft beschreib- und löschbare Tafel; inzwischen leider zersetzt. 

Mechanik fast identisch zur Lightning Adding Machine.

Link: Ken+Add (Bölter)

Literatur: Russo S.74

Lightning Adding Machine

hergestellt von The Lightning Adding Machine Co. Inc., Los Angeles, Cal., USA

produziert von 1946 bis 1959 (grünes Modell; schwarzes Vorgängermodell Lightning Calculator siehe unten)

7x7 Stellen; 31x6,3x1,3 cm und 390 gr. ohne, 36x11x4,5 cm und 730 gr. mit Kunststoff-Sockel

Preis 1946-50: 12,95 US$, 1951/52: 14,95 US$

Mit Zuglöschung (Modelle ab 1948); direkte Subtraktion; Resultatanzeige rechts oberhalb des Drehrads; Stiftehalterung im Kunststoff-Sockel (Griffelleiste).

Mit original Stift, original Anleitung und Garantieschein; in OVP.

Dieses Modell stammt aus der 4. und letzten, verbesserten Baureihe mit Zehnerübertrag für Addition und Subtraktion sowie Gesamtzuglöschung. Auf der Packung wird denn auch mit "newest subtracting model with one-stroke clearance - direct subtraction" geworben. Auf der Packung wird der Addierer Lightning Portable Adding Machine genannt.

Rund 2 Mio. verkaufte Exemplare! Russo: "The Lightning ... is the most common machine a collector will find. They are everywhere." 

Link: Lightning (Bölter); Innenansicht

Literatur: Russo S.77

Lightning Calculator

Bilder folgen

hergestellt von The (Lightning) Calculator Co., Grand Rapids, USA

produziert von 1921 bis 1942 

7x7 Stellen; 30,5x6,5x0,6 cm; 350 gr.; Preis (1924): 15 US$

Nur Addition; Resultatanzeige rechts oberhalb Drehrad; keine Löscheinrichtung

Der Lightning Calculator wurde von 1921 (Patent 1921 eingereicht, 23.02.1926 erteilt) bis 1942 gebaut. Ihn gab es solo, im Kasten und auf Holzsockel und auch als Pfund Sterling- und feet/inches-Varianten.

Er wurde auch unter den Namen Champion Computer und Smallwood Calculator vertrieben (Beschreibung und Fotos s.u.).

Siehe auch oben unter The Calculator, aus dem der Lightning Calculator hervorgegangen ist sowie oben unter Lightning Adding Machine (grünes Nachfolgermodell mit Löscheinrichtung). 

Link: sehr ausführliche Darstellung der Entwicklung und Zusammenhänge von Smallwood und Lightning Calculator (Bölter); dito bzgl. Bonham, Hook und Pangborn von Otnes

Champion Computer

Vertrieb des Lightning Calculators als Champion Computer durch n.n., Cleveland, Ohio, Cal., USA

produziert Anfang/Mitte 1920er ("Pat.Apld.For")

7x7 Stellen; 30,5x6,5x0,6 cm und 350 gr. ohne, 32,5x7,7x5,3 cm und 757 gr. mit Holzsockel (darauf festgeschraubt)

Der unter The Champion Computer vertriebene Lightning Calculator (s.o.) ist extrem selten anzutreffen, deutlich seltener als der Smallwood Calculator (s.u.). Schriftzug/-art ist identisch zum The Smallwood Calculator inkl. der Spiegelstriche vor und nach dem "The".

Einzige weitere Abweichung sind die beiden Schrauben(löcher) links oben und rechts unten, die der Befestigung am Holzsockel dienen. Im Gegensatz zum sehr geschätzten Sammlerkollegen Bölter gehe ich nicht davon aus, dass es sich um einen weiteren (bedauernswerten) Klon handelt.

Da Champion Computer auch heute ein gern verwendeter Firmenname in der Hard- und Software-Branche ist, kann ich im Internet vieles, aber nichts passendes finden. Es gibt ein Patent US964685 bzw. US-RE13184, erteilt 1910, von Robert Lee Rickman, Fa. Samuel Kenrick Champion, Vancouver, in dem es um Verbesserungen bei mehrstelligen Messgeräten mit Zehnerübertrag geht - das könnte(!) etwas mit dem Namen zu tun haben. 

Smallwood Calculator

evtl. in Lizenz hergestellt von, viel wahrscheinlicher aber Vertrieb des Lightning Calculators als Smallwood Calculator durch Duncan Smallwood, Oakland, Cal., USA

produziert Anfang/Mitte 1920er ("Pat.Apld.For")

7x7 Stellen; 30,5x6,5x0,6 cm und 350 gr. ohne Holzsockel, 33,5x8,5x5,5 cm und 765 gr. mit Holzsockel

Stiftehalterung auf Holzsockel (Griffelleiste)

Link: Smallwood und Lightning Calculator (Bölter)

O.J. Adder

vertrieben/hergestellt von O.J. Sales Ltd., Anchor Works, Stourport-on-Seven, GB (auf anderen Maschinen/Anleitungen ist Holman Eng. Works aus dem benachbarten Kidderminster angegeben)

Patent GB880608, eingereicht am 27.11.1958 von Penn Inventions Ltd., Kidderminster

Im Brit. Nationalarchiv startet die Akte für Penn Inv. 1955, für deren Tochterfirma O.J. Sales 1957.

produziert Ende der 1950er (patent applied for)

4x4 Stellen; 25,6x7,7x6,8 cm, 1,09 kg (ohne Box), 27,5x9,5x9,2 cm (Box)

Sehr massiver, aber einfacher Scheibenaddierer in Pultgestell aus Gusseisen - ohne Löscheinrichtung, nur für Addition, für alte brit. Währung. 12 Pence sind 1 Schilling, 20 Schilling 1 Pfund. Die linke Ergebnisanzeige geht alle 20 Pfund einen Skalenschritt weiter.

Rechnet bis 1.000 Pfund Sterling.

Sehr selten in Original-Verpackung; mit Anleitung und durchsichtigem Plastik-Stift.

Patent Michel Baum

hergestellt von Michel Baum, München

produziert von 1913 bis 1920er

7x7 Stellen; 30,6x6,5x1,4 cm, x gr. (ohne Box), 32x9,5x3 cm, x gr. (mit Box); Preis (1913/14): 70/85 Mark; SN 707; Baujahr Mitte-Ende 1910er

Mit Kontrollanzeige und getrennten Löscheinrichtungen für Resultat- und Kontrollanzeige. Mit Auflegeblech für Subtraktion über 5 Stellen (Komplementärzahlen). Ergonomischere, halbkreisförmige Stiftführung.

Eine der wenigen Scheibenaddierer aus Deutschland - selten und sehr gesucht.

Michel Baum hat in D in den Jahren 1908-1911 sieben Patente zu dieser Addiermaschine erhalten.

Link: Bedienungsanleitung; Innenansicht

Ray Subtracto-Adder

hergestellt von Ray Subtracto-Adder Company, Richmond, Virginia, USA

produziert etwa von 1916 bis 1920, danach als Figuraytor

7x7 Stellen; 23x5,5x2,5 cm und 490 gr. ohne, 24,5x7x3,5 cm und 620 gr. mit Holzkiste; Preis (1917): 15 $

Ohne Löscheinrichtung; direkte Subtraktion; Resultatanzeige oberhalb des Drehrads; in Holzbox (Versandbox).

Sehr selten. Beworben ab 1916 (siehe Bild 6, Werbung aus Popular Mechanics April 1917), Patent 1917, ab 1920 als Figuraytor beworben.

Anders als im massiven Bodenblech gibt der Aufkleber auf der Holzbox Newark in New Jersey als Firmenadresse an. Außer in der Holzbox wurde der Ray Subtracto-Adder auch mit einem ausladenden Metallgestell angeboten.

Martin gibt inkorrekt 1905 als Produktionsbeginn an, nennt die ab etwa 1920 gültige New Yorker Adresse und bezeichnet das Nachfolgemodell auf S.163 fälschlich Figurator; Schranz und Russo übernehmen diese Angaben. 

Literatur: Martin S.163, Russo S.101, Schranz S.65

Shop-n-add + Shopping Index

hergestellt/vertrieben von Giftcraft Inc., Providence, Rhode Island, USA

produziert wohl Mitte der 1950er*

3 Scheiben, 3 Stellen, 6,9x4,8x0,9 cm, 54 gr. (Shopping Index ist inkl. Markier-Hebel 1,1 cm dick und wiegt 50 gr.)

Kleinrechner zur Kontrolle des Betrags der Waren im Einkaufswagen; addiert bis 9,99 US$. Version "gold" (Bilder 1-3) aus poliertem Messing, Unterseite schwarz lackiert; Version "black" (Bilder 4-8) mit schwarz lackierter Oberseite und Messing-Unterseite in Kombination mit dem Shopping Index, einer gleichgroßen Metallplatte, auf der 40 vers. Lebensmittel eingetragen sind, die man sich für den Einkauf per Hebel markieren kann.

 

*beworben bspw. in The Winona Daily News vom 19.12.1955: Shop-N-Add - The miniature adding machine by Giftcraft - So useful for shopping or homework - gives accurate addition up to $10. Gold or black! oder im The Bridgeport Telegram vom 30.11.1956: SHOP-N-ADD, miniature precision adding machine, comes in handy when shopping or doing homework. Gives accurate addition up to $10.00, SHOPPING INDEX serves as a handy reminder of the household items to be purchased. Gift boxed.

 

Anders als die üblichen Shopping Adder nicht aus Plastik und nicht mit Tasteneingabe, sondern aus Metall mit 3 Scheiben und Eingabe mit Metall-Stift, ohne Löscheinrichtung.

Nachteil Shop-n-add: keine Einhandbedienung.

Nachteil Shopping Adder: man muss bei größeren Ziffern entsprechend mehrmals drücken (bei der 8 eben 8 mal; das ist bei 99 Ct. ziemlich zeitaufwändig und fehleranfällig).

Smallwood Calculator

baugleich mit Lightning Calculator; Beschreibung und Fotos siehe dort.