geteilte Staffelwalze

... (System Baldwin) ...

Das Prinzip: Die geteilte Staffelwalze besteht aus einem Segment mit gestaffelten 1-4 Zähnen sowie einem zweiten einfachen Segment mit 5 Zähnen. Bei Ziffern zwischen 1 und 4 wird nur mit dem ersten Segment gearbeitet, bei Ziffern von 5-9 wird das zweite komplett zugeschaltet, und von dem ersten der fehlende Wert (bei 7 also das zweite Segment mit 5 Zähnen plus zwei Zähne vom ersten Segment. So kann man einiges an Gewicht/Material und Platz sparen.

Abb. siehe bei Schau-/Funktionsmodellen (dort ganz unten).

 

Ein vglb. Prinzip gibt es auch bei Sprossenrädern (siehe Facit-Schaumodell).

Brunsviga 10

hergestellt von Brunsviga-Maschinenwerke AG, Braunschweig

produziert von 1932 bis ca. 1951

6x5x10 Stellen; 23x17,5x9,5 cm; 3,4 kg

obere Zeile: schwarz; Seriennummer 172822; Jahreswechsel 1937/38 

untere Zeile: dunkelgrün; Seriennummer 239346; Baujahr 1950

Preis 1938: 275 Mark; Preis 1950: 495 DM

Dank geteilter Staffelwalze sehr kompaktes und leichtes Modell. Sie war auch sehr günstig zu produzieren, kostete nur halb so viel wie das damalige Brunsviga Standardmodell 13 ZK und war ein großer kommerzieller Erfolg. Sie wurde anfangs in schwarzem Gehäuse, nach dem 2. Weltkrieg in Dunkelgrün geliefert. 

Brunsviga produzierte ansonsten fast ausschließlich Sprossenrad-maschinen

 

Die beiden Segmente der geteilten Staffelwalze sind nicht auf einer Achse, sondern auf 2 getrennten Achsen angebracht (siehe die 3 Fotos und das Schaumodell der B10). Das Staffelwalzenmodell zur Brunsviga 10 im rechten Bild stammt von Ullrich Wolff.

 

Literatur: "Die Brunsviga 10"

Brunsviga NOVA 10

hergestellt von Brunsviga-Maschinenwerke AG, Braunschweig

produziert von 1952 bis 1954

6x5x10 Stellen; 25x22,5x10 cm, 4,3 kg

Seriennummer 272039; Baujahr 1953

Technisch weitgehend identisch zur Brunsviga 10, aber mit zeitgemäß gerundetem Gehäuse und Tragegriff. Befanden sich bei der Brunsviga 10 die beiden Staffelwalzen-Segmente auf zwei gegenüberliegenden Wellen mit dazwischen angeordneten Zahnrädern des Rechenwerks, so sind sie bei der NOVA 10 nebeneinander angeordnet auf einer dicken Vierkant-Welle.

Dieses Modell gehört zur 2. Generation der NOVA 10 mit Kommaschieber statt Drehkomma.

[Seriennummer 260318; Baujahr 195x; mit Drehkomma

Beschr.+Fotos folgen]

FlyingFish JSY-20

hergestellt von Shanghai Calculator & Typewriter Mfg. Works, Shanghai, Volksrepublik China

produziert zw. 1957 und 1980 (s.u.)

10x10x20 Stellen; 34,5x28x16,5 cm, x kg

Seriennummer 628297 (Baujahr ?; insg. wurden 176.000 Rechenmaschinen produziert, s.u.)

Optisch und bzgl. Bedienung - wahrscheinlich auch technisch - den Monroe-Maschinen (Beschreibung folgt) sehr ähnlich. Diese Maschine funktioniert bestens und sehr leichtgängig.

Wurde - außer in GB - offenbar in Westeuropa und USA nicht angeboten, also seinerzeit kein (kopiertes?) Produkt für den Weltmarkt, sondern primär um den Heimatmarkt zu bedienen. 

Flyingfish stellte auch Rechenschieber und Schreibmaschinen her. Im Internet fand ich unter http://mechcalculator.i.sohu.com (chin./engl.) folgende Angabe: "From 1957 to 1980, the total production of mechanical calculators in the Shanghai Typewriter and Mechanical Calculator Mfg. is 175,914 units (Liste Produktionsmenge / Jahr)."

[Links leider nicht mehr existent!]

Monroe

Monroe L160

Monroe SS160 (Slide Set Model)

Beschreibungen + Foto folgen

 

hergestellt von Monroe Calculating Machine Company, Orange, N.J., USA

1930er

8x8x16 Stellen

Monroe L160 in Koffer mit Einrasthalterung und Anleitung.

Nisa K2

hergestellt von Nisa Kalkulacni, Prosec nad Nisou (bzw. Fa. KOVO in Prag gemäß Büromaschinen-Lexikon), Tschechoslowakei (CSSR)

produziert Ende 1960er

8x8x16 Stellen (Volltastatur); 31,5x26x10 cm; 3,2 kg

Seriennummer U1-23348; Baujahr 1. Quartal 1969; Preis: 398 DM

Gehäuse aus grauem Kunststoff mit ausklappbaren Füßen; in Kunstlederkoffer im Handtaschenformat.

Optisch, technisch und bzgl. Bedienung den von Baldwin konstruierten Monroe-Maschinen (Beschreibung folgt; frz. Beitrag mit ausführliche Übersicht) sehr ähnlich. 

Die Fa. NISA ging möglicherweise aus der Fa. Mira hervor; sie existiert heute noch als NISAFORM GmbH und stellt Formen für Kunststoff- und Metallguss her.

Lit.: Reese S.79f, Zuordnung SN zu Bauhjahr