Andere Staffelwalzenmaschinen

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Archimedes C16, C12/24

hergestellt von Glashütter Rechenmaschinenfabrik Archimedes, Glashütte

produziert von 1913 bis Ende der 1920er

C16 (Bilder oben, [verkauft]): 10x9x16 Stellen; x cm; 7,0 kg

Seriennummer 57641; Baujahr Ende 1920er; Preis 1925/27: 970 Mark; sie wurde mal unfachmännisch überlackiert; das Innenleben ist top.

C12/24 (Bilder unten): 12x13x24 Stellen (Martin schreibt 12x12x24, vllt. aber auch ein Sondermodell); 55x17,5x13 cm; 8,6 kg

Seriennummer: 8089; Baujahr Anfang 1920er; Preis 1925/27: 1470/1500 Mark

Neben den ab 1906 produzierten Holzkasten-Modellen A (ohne 10er-Übertrag im Umdrehungszählwerk) und B (mit) wurden ab 1913 die wesentliche kleineren C Modelle und ab 1915 die D Modelle (mit Tasten und autom. Division) hergestellt: Abstand der Eingabespalten 20 statt 30 mm.

Die C-Modelle gab es mit vers. Kapazitäten (13 bis 24 Stellen im Ergebniswerk). Bis Anfang der 1920er befand sich das Einstellkontrollwerk beim C-Modell unterhalb der Schieber, danach oberhalb - wie bei meinen Modellen. 1925 kam die Miniaturmaschine Archimedes F Junior auf den Markt, die so genannte Aktentaschenmaschine, die kaum größer als ein DIN A5 Blatt war.

Später folgten noch eine ganze Reihe weiterer Modelle bis hin zum Vollautomaten und Maschinen mit Druckwerk. Die Fa. Archimedes wurde in der DDR zum VEB Robotron. Einige führende Archimedes-Entwickler kamen nach dem Krieg bei der Fa. Diehl unter und begründeten dort die Diehl-Rechenmaschinen-Fertigung.

Links: "Rechenmaschinenfertigung in Glashütte"; Ausstellung im Diehl-Wehrtechnikmuseum bis 05.2014

Literaturtipp: sehr zu empfehlen sind die sehr informativen Bücher "Archimedes-Diehl" (2014) und "Archimedes" (2016) von Harald Schmid

Literatur: Martin S. 191ff+389ff, Reese 19ff; HB-BüroMasch S.147f; IllOrgaHB S.216ff; Lenz S.50ff

Archimedes DF Junior

hergestellt von Glashütter Rechenmaschinenfabrik Archimedes, Glashütte

produziert von 1925/28 bis 1932

6x6x10 Stellen; x cm; x kg

Seriennummer 10365; Baujahr Mitte/Ende 1920er

Das kleinste Tastaturmodell von Archimedes mit der Stellfläche eines DIN A4-Blattes; nur halb so groß war das Schwestermodell F Junior mit Schiebern.

Rheinmetall D If

Bilder folgen

 

hergestellt von Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik, Sömmerda

produziert von ca. 1930 bis 1940er

9x6x12 Stellen; 34x32x21 cm; 10,1 kg

Seriennummer 15489; Baujahr: 1930er

Der Firmenname wurde mehrfach geändert:

Rheinmetall-Borsig AG (1936 - 1946)

Rheinmetall-Borsig SAG (1946 - 1952)

VEB Büromaschinenwerk Rheinmetall Sömmerda (1952 - 1978)

VEB Robotron Büromaschinenwerk Sömmerda (1978 - 1990)

Die Rheinmetall-Maschinen haben doppelten Staffelwalzenantrieb (eine Staffelwalze für 2 Stellen), versetzte Anordnung mit nur 18 mm Abstand. Dieses Modell hat automatische Division (erkennbar am "D" im Namen).

Literatur: Martin S.370ff+S.448f; Waize 54ff; Meyer-Cap. S.57f/75ff; "BWS Sömmerda" von A. Schüle (bes. S.121ff); "Sömmerdaer Industriegeschichte 1816 bis 2006" von B. Albold (mit vielen Fotos)

Link: Firmengeschichte und Rechenmaschinen

Stima Universal 4

hergestellt von Albert Steinmann, La Chaux-de-Fonds, Schweiz

produziert Ende 1940er bis Anfang 1950er (Patente eingereicht 1946, erteilt 1948/49; beworben 1948,1951)

Seriennummer 51279 (Start der Nummerierung wohl bei 50.000)

9x18x9 Stellen; 35x39,5x18,2 cm; 8,4 kg

Herrliche Schweizer Präzisionsarbeit, sehr leichtgängig und bedienungsfreundlich. In Bakelitgehäuse, mit Haube. Mit Volltastatur und automatischer Wagenverschiebung. Ziemlich selten. Steinmann produzierte auch den sehr bekannten und verbreiteten Stima Kleinaddierer und den relativ seltenen Trebla Zahlenschieber.

Leider löst sich der Lack vom Metall-Schlitten; auch fehlt ein Löschflügelrad (dennoch voll funktionsfähig).