Kugelrechner

Kugelrechner sind Rechenhilfen, bei denen meist kugelförmige Zählkörper auf Stäben oder in Rinnen verschoben werden. Jeder Stab bzw. Rinne steht dabei für eine Stelle; meist im Zehnersystem.

Erste Kugelrechner gab es bereits im Altertum in Rom und China. Im westlichen Europa konnte er sich nicht durchsetzen, in Deutschland meist nur als Lernhilfe ("Deutscher Kugelrechner"). Man verwendete bei uns im Mittelalter Rechenpfennige, zur "Rechnung auf Linien" auf Rechentüchern oder -brettern. 

Auf dem Balkan, in Russland und Ostasien hingegen fand der Kugelrechner - besonders im Handel - weite Verbreitung und wird auch heute noch angewendet: der Schtschoty in Russland (10 Kugeln pro Reihe plus 1 Reihe mit 4 Kugeln für die 1/4-Kopeken), Suan Pan in China (5+2), Soroban in Japan, Ban Tuan in Vietnam und Tschu Pan in Korea (jeweils anfangs 5+1, später 4+1). 

 

Links: "Abakus-Online-Museum" und Linkliste beim Rechnerlexikon

 

Abacus, römisch

Bastelset / Modellbogen vom Archäologischen Park / Regionalmuseum Xanten / Landschaftsverband Rheinland

Bastelset: 34x24x0,5 cm; Abakus: 17,5x11,5x0,5 cm (Maßstab 1:1 zum römischen Original); 0,16 kg (Bastelset)

Das Bastelset zeigt auf dem Deckblatt eine Fotografie des römischen Originals.

Deutscher Kugelrechner

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Stschoty (Russland)

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Lehmann Primus

Link: http://stschoty.com/beschreibung.html

Soroban (Japan)

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siehe auch Sharp Elsi Mate EL-8048: Kombination aus elektrischem Taschenrechner mit Soroban.

Suan Pan (China)

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