Addiator und Addimult (Herst.: Kübler)

Addiator Werbeaufsteller und -tafel
Addiator Werbeaufsteller und -tafel

 

Der Addiator ist der weltweit verbreitetste und erfolgreichste Zahlenschieber, was neben der Qualität sicher auch an den sehr umfangreichen Werbe- und Vertriebsaktivitäten lag
(s. Foto).

 

Häufig werden alle Zahlenschieber Addiator genannt - wie Tesa bei Klebefilm oder Tempo bei Papiertaschentüchern.

Addiator Größenvergleich
Addiator Größenvergleich

Die Addiator-Produktion startete Carl Kübler 1920 in Berlin. Seine Tochter Margot, die die Fa. ab 1945 leitete (Standort Berlin-Charlottenburg, Leibnizstr. 33), verlagerte die Produktion ab 1958 nach Wolfach. In Berlin wurde der letzte Addiator 1962, in Wolfach 1974 hergestellt; danach noch Fertigung von Addiator-Modellen für die USA durch die Fa. Metallindustrie Gutach bis 1990.

Carl Küblers Sohn Hans-Wolfgang gründete Ende 1945 in Lichtenstein mit einem Partner die Fa. Addimult (s.u. Modell Addimult Supra), zog 1947 mit der Fa. nach Schweden, übernahm 1949 die Addiator-Niederlassung in Bad Harzburg und machte daraus Anfang 1950 seine eigene Firma. Umzug ca. 1960 nach Donaueschingen; Produktion bis 1973. Er wurde zum größten Addiator-Konkurrenten!

 

Die größeren Modelle hatten Seriennummern (falls vorhanden, habe ich sie angegeben - es wurde aber jede Modellreihe getrennt durchnummeriert, zur Altersbestimmung kaum geeignet; Beispielfoto s.u. das alte Addiator Standardmodell).

1937 kostete ein Addiator je nach Modell und Ausstattung zw. 4,75 und 38 RM, 1953 zw. 8 und 49 DM. Ein Addimult-Rechner kostete 1953 zw. 7,50 und 68 DM.

 

Zuerst werden die ersten Modelle aus den 1920ern aufgeführt, danach weitere Addiator-Modelle alphabetisch sortiert beginnend mit dem Add-a-time, zum Schluss Addimult-Zahlenschieber.

Link: www.addiator.de, Addiator im Rechnerlexikon, Addimult im Rechnerlexikon

 

ADDIATOR - Carl Kübler

Addiator-Basismodell (a)

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert 1920/21

9x9 Stellen; 17,3x10,9x0,6 cm; 209 gr.

Seriennummer M048257

Dies ist das Basis-/Urmodell des Addiators! Eine Seite Messingfarben (+), eine Silberfarben (-). In Etui mit Notizblöcken und Eingabestift sowie umfangreichem Prospektmaterial und Kurzanleitung (dt.). Rechner auf engl. mit Patents applied for beschriftet.

Addiator-Saldo-Maschine (Basismodell b)

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert 1920/21

9x9 Stellen; 17,3x10,9x0,6 cm; 209 gr.

Seriennummer M049106

Etwas jünger als obiges Modell; wohl wegen der wachsenden Konkurrenz beschriftet mit System Kübler-Meuter - In- und Auslandspatente a(ngemeldet) - Allein berechtigte Fabrikanten - Nachahmungen werden gerichtlich verfolgt.

Addiator Standardmodell (alt)

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert in den 1920ern

9x9 Stellen; 17,3x10,9x0,6 cm; 226 gr. (ohne Metallklappbox)

Seriennummer M901010

Die selbe Größe wie das obige Basismodell, aber schwerer. In Metallklappbox und schwarzem Faltetui; mit Original-Kombistift.

Die Modelle dieser Größe wurden später Standard benannt (s.u.).

Addiator S12

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert Anfang der 1920er (Inflationszeit)

12x12 Stellen; 17,1x10,8x0,6 cm; 207 gr. (ohne Etui)

Seriennummer P503980

Die selbe Baureihe wie obiges Standardmodell (alt), auch eine Seite gold-, die andere silberfarben, hier in Leder-Etui, aber wohl wegen entspr. Bedarfs in der Inflationszeit mit 12 Stellen, die in den selben Gehäuse-Dimensionen untergebracht wurden, dafür schmalere Schieber.

Addiator Calculating Machine

für alte brit. Währung

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert in den 1920ern

9x9 Stellen; 17,3x10,9x0,6 cm; 234 gr. (ohne Etui)

Seriennummer M079180

Die selbe Baureihe wie obiges Standardmodell (alt), aber für alte brit. Währung; in Leder-Etui; mit Anleitung (engl.).

Addiator Arithma (großes A)

für alte brit. Währung

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert in den 1920ern (ab 1922)

10x10 Stellen; 13,3x8,9x0,4 cm; 117 gr. (ohne Etui)

Seriennummer A200047

in Etui mit Stift und Notizzettel; mit rechteckigem Löschbügel

Addiators Antwort auf die Billigkonkurrenz: deutlich einfacher und kleiner (aber etwas größer noch als das spätere Duplex-Standardmodell);
ohne Hinweis auf Addiator; nicht zu verwechseln mit dem Schmalrechner Arithma (s.u.)

Hier Variante für alte brit. Währung

Addiator Add-a-time

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Wolfach

produziert von 1957 bis 1967 o. 1972 (so die Angabe im rechnerlexikon.de; in der Zeitschrift Büromaschinen-Technik Nr. 169/72 vom 20.07.1972 wird dieser Rechner aber als "neues Addiator-Modell" vorgestellt)

8x9 Stellen (2 für Minuten, 6 bzw. 7 für Stunden); 12,2x8,3x0,5 cm; 133 gr.

In Lederetui, mit Stift und Anleitungen (Originale).

Addiator-Sondermodell zum Addieren/Subtrahieren von Zeiteinheiten in Stunden und Minuten bzw. von Winkeleinheiten in Grad und Minuten.
Evtl. Nachfolgemodell von Addiator Astro.

Wohl für einen US-amerikanischen Händler in Euless, Texas produziert. Insgesamt wurden nur 5.000 Stück produziert, davon 2.000 für die USA.

Addiator Addfeet Junior

hergestellt von Fa. Metallindustrie Gutach für Addiator 

produziert 1950er bis 1990

6x6 Stellen; 15,9x4,1x0,3 cm; x gr. 

Für Feet / Inches / Fractions (16tel-Inches). Addiator in Arithma-Modell-Größe in Lederetui, OVP, mit Stift und 7-seitiger Anleitung. Darin heißt es am Ende netterweise "auf Wiedersehen (So long!)"; braun lackiert (es gab auch schwarze, rote und grüne).

Der OVP-Karton war - wie in den 1970/80ern üblich, für die Addfeet- und Arithma-Modelle seitlich mit Addimax beschriftet; es ist ein Addiator-Universal mit Negativ-Saldo abgebildet.

Einige Addiator-Modelle wurden auch nach dem Ende der Firma 1975 für den Markt in den USA bei Fa. Metallindustrie Gutach gefertigt (dieses Modell bis 1990).

Addiator "Schmalrechner": Arithma - Piccolo-S - Rectar - Universal Standard Model

Bilder 1+2:

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Wolfach

Piccolo-S:

produziert 1960er/70er

6x6 Stellen; 15,9x4,1x0,3 cm; 44 gr.

Universal Standard Model:

produziert 1960er/70er

6x6 Stellen; 15,9x4,1x0,3 cm; 48 gr.

Bilder 3-5:

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin

Rectar:

produziert Mitte 1930er

6x6 Stellen; 15,9x4,1x0,3 cm; 48 gr.; in grünem Leder-Etui

Dieser "Schmalrechner" ist das Billigmodell von Addiator. Er wurde oft auch - mit Werbeaufdruck - als Werbegeschenk eingesetzt.

Die beiden in Bild 2 gezeigten Modelle waren die Nachfolgemodelle für den Markt in D und USA des Addiator Rectar bzw. Arithma (siehe Prospekt in Bild 1), der von den 1930ern bis 1960ern produziert wurde. Nur kurz zu Beginn wurde das Modell Rectar (Bilder 3-5) oder Recto genannt . Ein Pharma-Hersteller, der die Rechte am Namen Recta hatte, hat dies angefochten und Addiator nannte das Modell um in Arithma.

Addiator Astro I

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin

produziert ab 1938 bis 1957

9x9 Stellen; 12,7x8,3x0,5 cm; 155 gr.

In braunem Leder-Etui.

Addiator-Modell für astronomische Berechnungen mit Bogenminuten und
-sekunden (jeweils bis 60, Sekunden mit 2 Nachkommastellen) - auch für Zeitberechnungen. 

Addiator Astro II

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Wolfach

produziert ab 1957 bis 1960er

8x9 Stellen; 12,7x8,3x0,5 cm; 140 gr.

Seriennummer D350388

Mit Anleitung mit schönem Astronomen-Logo, darin auch Kurzanleitung engl./frz./span.

Addiator-Modell für astronomische Berechnungen mit Bogenminuten und
-sekunden (jeweils bis 60) - auch für Zeitberechnungen. Davor gab es noch ein älteres Astro-Modell mit anderer Spalten-Aufteilung (s.o.).

Ab 1957 gab es auch den Addiator Add-a-time, dieser aber ohne Sekunden (s.o.). 

Addiator Calorie Counter

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Wolfach

produziert um 1971

 

Set bestehend aus Addiator Piccolo-S (Beschreibung s.o. unter "Schmalrechner") mit Stift und allg. Anleitung (engl.), Kuli, Block und spezieller Anleitung für das Kalorienrechnen mit Kalorientabelle (engl.); in orangefarbenem Kunstleder-Etui. 

Man wollte wohl möglichst viele Zielgruppen erreichen. Heutzutage wäre Heide Klum wohl Werbepartnerin.

Addiator Calculex

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert um 1923

8x9 Stellen; 16,8x7,8x0,35 cm; 94 gr. (je ohne Etui)

Im schwarzen Lederetui.

Einfacher Blechrechner mit einem Eingabefeld und Anzeige oben für Addition und unten für Subtraktion. Sehr ähnlich zum Pro Calculo! (große Variante) und OBRA - Darstellung der Entwicklungs-Geschichte inkl. gerichtlicher Auseinandersetzung im Rechnerlexikon.

Warum die Anzeige bis 13(!) geht, muss ich noch herausfinden. 

Addiator Duplex

1. Alu-Modell aus den 1930ern

2. Messing-Modell aus den 1950ern "for Pounds, Shillings and Pence"

3. Messing-Modell aus den 1950ern auf Holzpult mit Stiftehalter

4. Messing-Modell aus den 1950ern für Spanien

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin+Wolfach

produziert 1930er (Alu) und 1950er bis 1970er (Messing)

1. Alu-Modell (Bilder 1-4):

produziert 1930er

8x9 Stellen; 12,7x8,4x0,5 cm; 87 gr.

in grünem Lederetui mit aufgedruckten Addiator-Kurzregeln; mit Originalstift.

 

2. Messing-Modell für Pfund-Schilling-Pence (Bilder 5+6): 

produziert 1950er

8x9 Stellen; 12,6x8,3x0,5 cm; 143 gr.

für alte brit. Währung in braunem Lederetui mit Anleitung und mit Originalstift. Aufdruck "Made in Germany".

 

3. Messing-Modell auf Holzsockel (Bilder 7-11): 

produziert 1950er

8x9 Stellen; 12,6x8,3x0,5 cm; 127 gr. ohne / 396 gr. mit Sockel und OVP

Seriennummer D330094

Pultmodell mit Stiftehalter für 4 Stifte: jeweils eine Seite farbiger Kuli rot-grün-blau-schwarz, die andere Seite mit Metallspitze zur Bedieung des Addiators; inkl. Stifte, Anleitung, in OVP. Machte sich sehr gut auf jedem Schreibtisch. 

 

4. Messing-Modell für spanisch sprechende Länder (Bilder 12+13)

8x9 Stellen; 12,7x8,3x0,5 cm; 149 gr.

Mit Aufschrift adición und sustracción sowie Addiator Duplex.

Addiator Elsarie

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Wolfach

produziert um 1960

8x9 Stellen; 12,2x8,3x0,5 cm; 133 gr.

Seriennummer D366725

Addiator-Modell für den arabischen Raum. "Elsarie" bedeutet übersetzt "Rechenhexe". Mit schönem orientalischem Muster und arabischen Ziffern. Letzte Stelle mit Achtel-Brüchen. Daneben gab es noch das deutlich größere Elsarie-Duplex Modell, was ähnlich bereits in den 1939ern produziert wurde. Die Varianten wurden nur in kleinen Stückzahlen (je 1.000-2.000) produziert.

Mit Verkaufsprospekt engl./frz./arab., das die Modelle Addiator-Elsarie und Elsarie-Duplex beschreibt, Zubehör auflistet und auf 5 Jahre Garantie verweist.

Addiator Famos

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert 1927 bis Ende der 1920er

9x9 Stellen; 13,2x8,5x1 cm; 130 gr. (mit Etui und Stift)

Einfacher Zahlenschieber zum Addieren und Subtrahieren. Mit Kurz- und Langanleitung, Stift und Etui. Der Begriff Addiator wird nicht verwendet; auch gibt es keine Hinweise auf ein Patent. Allerdings befindet sich auf dem Etui das Addiator-Logo.

Addiator Fractomator

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Wolfach

produziert ab 1956 bis 1979

9x9 Stellen; 17,4x10,8x0,7 (ohne); 20,5x14,6x1,8 cm; 1,27 kg (mit Gehäuse)

Seriennummer 233882

Für Feet / Inches / Fractions (16tel-Inches). Addiator in Standard-Modell-Größe in schwerer, gusseiserner und zum Pult klappbarer Metallbox; mit originalem Kombistift.

Einige Addiator-Modelle wurden auch nach dem Ende der Firma 1975 für den Markt in den USA bei Fa. Metallindustrie Gutach gefertigt (dieses Modell bis 1979, Addfeet bis 1990). Gemäß Rechnerlexikon wurde der Fractometer ausschließlich für den Vertreter Giritski in Kalifornien hergestellt.

Addiator Hexadat

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin/Wolfach

produziert 1967 bis Mitte 1970er

8x8 Stellen (mit je 16 Ziffern); 23,2x6,2x0,4 cm; 158 gr. (ohne Stift/Etui)

Seriennummer 682248; in Etui mit Stift, Kurzanleitung und Umrechnungstabelle Hexadezimal/Dezimal-Zahlen (Rückseite Dezimal/Hexadezimal); auf der Rückseite des Hexadat befindet sich ebenfalls eine Umrechnungstabelle (siehe Fotos).

Für Computer-Anwendungen: wer in den 1960ern bis in die PC-Anfangszeit in den 1980ern mal in Maschinensprache (Assembler) programmiert hat, weiß, wozu man die Zahlen im 16er-System benötigt - man hat die 4 Bit-Binärzahl zu einer Hexadezimalzahl zusammengefasst. Die Zahlen 0 bis 9 sind beim Hexadezimalsystem identisch zum Dezimalsystem, dann folgt A für 10 bis F für 15. Die hexadezimale 10 entspricht der dezimalen 16, die dezimale 1.000 der hexadezimalen 3E8.

Den Addiator-Addimax Hexadat betraf das letzte von Addiator eingereichte Patent (1967)! Für Computer zur Basis 8 statt 16 gab es auch einen Addiator Octadat.

Es gab von anderen Herstellern ebenfalls Hexadezimal-Rechner, wie z.B. Hexadaisy, HEXadder oder den Scheibenaddierer IBM Hexadecimal Adder.

Addiator Maximator

auf Pult mit/ohne Speicherwerk

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin/Wolfach

Modell ohne Speicherwerk, roter Pult:

produziert 1930er

9x9 Stellen; 17,4x10,8x0,7 (ohne); 19,5x14,4x10,4 cm; 1,61 kg (mit Pult)

Seriennummer 189992; mit rotem, originalem Kombistift.

Modell mit Speicherwerk, grüner Pult:

produziert ab ca. 1950 bis 1962, dieses Modell um 1960.

9x9 Stellen; 17,4x10,8x0,7 (ohne); 18,5x15,5x9,4 cm; 2,06 kg (mit Pult)

Seriennummer 218830; mit grünem, originalem Kombistift.

Beim grünen Pultmodell ist in das Pult ein kleiner Addiator als Speicherwerk integriert - zum Merken von Zwischenergebnissen.

Addiator Mini-Multix - A

Kombination aus Zahlenschieber Addiator Universal (Lux) und Rechenschieber Castell 67/54b Darmstadt. In Mappe mit Kuli und Notizblock, 2 Anleitungen, Werbeprospekt Mini-Multix (franz.), in OVP. 

Detaillierte Beschreibung und weitere Kombinationen aus Zahlenschiebern und Rechenschiebern siehe unter Kombigeräte.

Literatur: "Multipliziereinrichtungen an Zahlenschiebern" von Stephan Weiss

Addiator Perplex

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin

produziert 1920er

9x9 Stellen; 12,7x8,3x0,4 cm; 68 gr. (ohne Etui)

Vorgänger des Alu-Modells des Addiator Duplex (s.o.)

In rotem Klapp-Lederetui mit gepägtem Addiator-Emblem; mit Originalstift.

Addiator Putty

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin

produziert Mitte/Ende 1920er; SN 407952

9x9 Stellen; 12,7x8,3x0,4 cm; 115 gr. (ohne Etui)

Vorgänger des Messing-Modells des Addiator Duplex (s.o.)

In schwarzem Klapp-Etui mit gepägtem Addiator-Emblem; mit Originalstift.

Addiator Rapid

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin/Wolfach

produziert in den 1930ern-50ern

9x9 Stellen; 17,4x10,9x0,7 cm; 233 gr.

DAS große Standardmodell nach dem Addiator Supra und vor dem Addiator Standard. In Schuber mit Eingabestift

Addiator (Addimax) Sizematic

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin/Wolfach

produziert 1970er/1980er

2 mal 8x8 Stellen; 23,2x6,1x0,3 cm; 143 gr. (ohne Stift/Etui)

Seriennummer 700948
Dieses Expl. stammt aus den 1970ern: all new model for the '70s

In Etui mit Stift und Anleitung, in OVP.

Inklusive lens/set magnifier - model 8.12. zur Vergrößerung der Anzeige.

Großes Modell, gleiche Größe wie Hexadat. Zur Rechnung mit feet und inches. Exportmodelle für USA wurden z.T. auch Addimax genannt (siehe Hinweise zur Fa. Alexander=Addimax). 

Addiator Standard

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin/Wolfach

produziert in den 1950ern/60ern

9x9 Stellen; 17,4x10,8x0,7 cm; 179 gr.

Seriennummer 405746

DAS große Standardmodell der Nachkriegszeit. In OVP, in grüner Ledermappe mit Eingabestift (wohl nicht Original) und Block.

Addiator Unex

hergestellt von Addiator GmbH, Berlin-Wilmersdorf

produziert um 1930

8x9 Stellen; 12,7x7,9x0,4 cm; 82 gr. (Angaben ohne Etui)

Im roten Lederetui, dort Kurzanleitung.

Weitgehend identisch zum damaligen Standardmodell Duplex, aber -wie der Namen sagt - eben nur einseitig und daher nur für Addition.

Addiator - Unis France (Lizenzfertigung)

Von Le Girondin in F Mitte der 1920er in Lizenz gefertigt.

Aufwändiges, schweres Pultmodell mit schöner Haube.

Beschreibung siehe "Zahlenschieber Ausland".

Addiator Universal L

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Berlin/Wolfach

produziert von 1930er bis 1960er

6x6 Stellen; 15,9x4,1x0,3 cm; 60 gr.

Mit Lederetui, Stift und Anleitung (Originale).

Um Saldo neg. erweitertes Modell des "Schmalrechners" Addiator Arithma bzw. Piccolo-S (s.o.). Deutlich schwerer als letzterer, da aus Messing.

Addiator Calculex

1x1-Schieberechner (Beschreibung des Calculex siehe dort) als Ergänzung zum Addiator Zahlenschieber, damit man mit diesem auch sinnvoll Multiplikations-, Divisions- und Prozentaufgaben rechnen kann.

Addimax Tiplex

hergestellt von Addiator Rechenmaschinenfabrik C. Kübler, Wolfach

produziert 1960er/1970er

9x9 Stellen + Negativ-Saldo; 12,8x8,3x0,5 cm; 143 gr.

Exportmodelle für USA und F wurden z.T. auch Addimax genannt (siehe Hinweise zur Fa. Alexander=Addimax). 

Hier mit grünem Etui mit Addiator-Aufschrift und dt. Anleitung für Addiator Triplex.

 

ADDIMULT - Hans-Wolfgang Kübler

Addimult Addifix-9

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Bad Harzburg/Donaueschingen

produziert 1950er/60er

8x9 Stellen; 13x8,8x0,5 cm; 95 gr.

Seriennummer 799786; Baujahr 1958

Addifix wurden häufig die für Fremdfirmen - hier Neckermann - produzierten Addimult-Modelle bezeichnet. Dieses ist weitgehend identisch mit dem Addimult Sumax-E. Weitere Bezeichnungen waren bspw. Perfect, Quick-Ad, Ritz, Rolls Record, Sears, Sumat oder Tower (s.u.). 

In OVP mit braunem Lederetui, Originalstift, Anleitung und Kontrollzettel. Neuzustand.

Addimult Addifix Super

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Bad Harzburg/Donaueschingen

produziert 1950er/60er

9x9 Stellen; 17,8x10,8x0,7 cm; 231 gr. (ohne Etui)

Seriennummer 794906; Baujahr 1958

Hinweis zu Addifix s.o. Dieses für Neckermann produzierte große Modell für Saldo-Berechnungen - "die Rechenmaschine für Ihre Buchhaltung" - ist weitgehend identisch zum Addimult Saldor und ziemlich selten anzutreffen.

In braunem Lederetui mit Notizblock und Anleitung.

Addimult Addmaster

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Bad Harzburg/Donaueschingen

produziert in den 1950ern/60ern

9x9 Stellen; 17,8x10,8x0,7/21,7x12,7x1,1 cm; 237/512 gr. ohne/mit Metallhülle.

Seriennummer 850817; Baujahr 1959

Für Pfund, Schilling, Pence (alte brit. Währung). Der große Bruder des Addmaster-Junior (s.u.).

Variante in als Pult aufklappbarer Metallhülle.

Addimult Addmaster-Junior

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Bad Harzburg/Donaueschingen

produziert in den 1950ern/60ern

8x9 Stellen; 12,9x8,3x0,5 cm (ohne); 179 gr. (mit Etui+Block)

Für Pfund, Schilling, Pence (alte brit. Währung)

In OVP, in Lederetui (Beschriftung: Addimult) mit Kombistift, Block, Anleitung und Garantieschein.

Addimult Rolls Record-6

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Donaueschingen

produziert 1960/70er

6x6 Stellen; 12,8x6,6x0,5 cm; x gr. (ohne Etui)

In OVP, mit Stift.

Kleinstes und jüngstes Standardmodell von Addimult. Vertrieben auch unter den Namen Perfect-6, Quick-Add, Ritz, Sears-6 und Tower.

Addimult Saldor

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Bad Harzburg/Donaueschingen

produziert in den 1950ern bis um 1960

9x9 Stellen; 17,8x10,8x0,7/21,5x12,7x1,1 cm; 226/521 gr. ohne/mit Metallhülle.

Großes Modell, für Saldo-Berechnungen (im negativen Zahlen-Bereich). 

Bilder 1-4: Variante in als Pult aufklappbarer Metallhülle, mit Stift. Seriennummer 349301; Baujahr 1956

Bilder 5-11: Set in grüner Ledermappe mit Addimult Saldor mit Stift und Komma-Schieber(?) und Addimult-Mutiplikationstabelle; mit Kurzanleitung für beides.

Seriennummer 850659; der beiliegende Garantieschein ist datiert auf 02.11.1953.

Addimult SUMAX-E

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Bad Harzburg/Donaueschingen

produziert in den 1950ern/60ern

8x9 Stellen; 12,8x8,8x0,5 cm; 95 gr.

In OVP mit s/w-Kunstlederetui, Originalstift und Anleitung.

Sehr ähnlich zum Addiator Duplex (s.o.); gab es auch in silbriger Ausführung und als SUMAX-S.

Addimult SUMAX-Extra

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Bad Harzburg/Donaueschingen

produziert in den 1950ern/60ern; Preis 1959: 18,15 US$

8x9 Stellen; 12,8x8,8x0,5 cm; 81/91 gr. ohne/mit Stift

In grünem Lederetui mit Eingabestift.

Wohl identisch mit SUMAX-E (s.o.), aber eben mit der Aufschrift SUMAX-Extra, was offenbar sehr selten ist. Im Rechnerlexikon.de heißt es, es habe den SUMAX-E auch in einer Verkaufsverpackung mit dem Aufdruck SUMAX Extra 9 gegeben; dieser wird auch ab und zu angeboten. Der SUMAX-Extra ist (noch) nicht in Kees Nagtegaals Zahlenschieber-Katalog enthalten.

Addimult Supra

Hergestellt für H.-W. Kübler in Lichtenstein* oder Schweden

9x9 Stellen; 17,7x10,9x0,7 cm; 249 gr. (ohne Etui/Stift)

produziert um 1946/47

Sehr robust/massiv und auch noch nach 70 Jahren wunderbar leichtgängig - kein Vergleich zu manch anderen Blech-Zahlenschiebern.

Der weitgehend zum Addiator Supra baugleiche Addimult Supra (dekadisch oder Rupee, s.u.) wurde 1946/47 in Lichtenstein, dann in Schweden mit von Addiator finanzierten Werkzeugen durch H.-W. Kübler - Carl Küblers Sohn - hergestellt. Somit das früheste Addimult Modell noch vor der eigtl. Addimult Gründung.

Die Fa. Addimult in Lichtenstein gründete H.-W. Kübler zusammen mit Fritz Büchel (Gewerbeschein vom 19.12.1945) mit Sitz in Triesen, Haus Nr. 117 (heute: Im Bretscha 6). Sie hatte zeitweise bis zu 7 Mitarbeiter. Kübler zog 1947 mit dem Betrieb nach Schweden.

(*gemäß Rechnerlexikon in der Schweiz, was wohl nicht richtig ist)

Faltetui und Stift tragen den Addiator-Schriftzug; kein "Made in ..." eingestanzt. 

Addimult Supra Rupee

Made in Sweden

9x9 Stellen; 17,7x10,9x0,6 cm; 268 gr.

produziert um 1946/47

Weitgehend baugleich mit Addiator Supra (s.o.). In den 1950ern gab es den Nachfolger Addimult Summator Rupee.

Bis 1957 gab es in Indien eine nicht-dekadische Währung mit

- 1 Lakh = 1 Mio. Rupien 

- 1 Rupie = 16 Annas

- 1 Anna = 12 Pies

Addimult Tower 9 Pocket Calculator

hergestellt von Addimult Rechenmaschinenfabrik H.-W. Kübler, Donaueschingen

vertrieben durch Sears, Roebuck and Co., Chicago, USA

produziert 1960er

8x9 Stellen; 13x8,8x0,5 cm; 88 gr. (ohne Etui)

Tower wurden die von Sears Roebuck vertriebenen Addimult-Zahlenschieber genannt; dieser ist weitgehend baugleich mit dem Addimult Sumax-E, aber etwas leichter; vergleiche auch Addifix von/für Neckermann (s.o.). 

In braunem Lederetui, mit Originalstift und engl. Anleitung.

Klawun Saldofix

Beschreibung zu diesem von Addimult für das Feinmessinstitut Klawun hergestellten Zahlenschieber siehe unter Zahlenschieber D.